Dresdner Zukunftskonferenz 2016 #DDZU2030

Persönlicher Bericht über die Zukunftskonferenz Plus eingene Gedanken.

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Im Mai endet die erste Phase des Zukunftsstadt-Projekts. Zum Abschluss lud das Zukunftsstadt-Team um Norbert Rost am 21.Mai zur Dresdner Zukunftskonferenz 2016 in den Ratssaal des Rathauses ein um ihre Ergebnisse uns, den Bürgern, den über 600 Teilnehmern des Projektes und dem Bürgermeister zu präsentieren. Im Anschluss durfte auch gleich wieder weiter über Dresdens Zukunft visioniert werden. Es fanden sich über 100 Interessierte, um alle bis dahin entstandenen Visionen zu betrachten, den Vorträgen zu lauschen und um sich an den Diskussion zu beteiligen.

Ablauf laut Zeitplan:

  • Eröffnung: Bürgermeister Dirk Hilbert
  • Grußwort von Winfried Kraus, Leiter der Unterabteilung 72 „Nachhaltigkeit, Klima, Energie“ im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Impulsvortrag von Dr. Eike Wenzel, Institut für Trend- und Zukunftsforschung ITZ GmbH
  • Prof. Jörg Rainer Nönnig, TU Dresden, Wissensarchitektur
  • Dr. Markus Egermann, Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung

Dr. Eike Wenzel zeigte u.a. die durch seine jahrelange Forschung ermittelten 15 sogenannten Megathemen. Diese sollen seiner Meinung nach in den nächsten 20-30Jahen unser Leben umkrempeln. Ich habe nur die ersten 5 mitgeschrieben und mir gemerkt, dass viele der hinteren Punkte der Liste etwas mit Digitalisierung zu tun haben.

  • 1) Neo Ökologie
  • 2) Powershift (Energiewende/Energieerzeugerwende)
  • 3) Rohstoffe
  • 4) Neo-Urbanisierung
  • 5) Multipolare Weltordnung

Laut Wenzel soll die Reihenfolge wohl nicht als Rangliste zu sehen sein. Über den Wechsel von der 3 Phasen-Biografie [Ausbildung – Erwerbstätigkeit – Rente] hin zur 5 Phasen-Biografie [Kindheit /Jugendausbildung – Postadolsezenz – Rush Hour – Zweiter Aufbruch – Unruhestand] erklärte er das Verhalten der Großstädter die immer öfter auch das Ländliche suchen ohne dabei der Stadt zu fern sein zu wollen, meistens verbunden mit Familiengründung.

Insgesamt wahrscheinlich der spannendste Vortrag, was Umfang und Vision angeht. Und eine klare Empfehlung sich die Arbeiten von Ihm und seinem Institut anzuschauen. Kleiner Wermutstropfen, mit einigen Inhalten bin ich nicht einverstanden. Zum Beispiel prophezeit Dr. Wenzel Energiekosten nahe Null und schlussfolgert, dass sich das Geschäftsmodell von Energieversorgern aufheben wird. Was ich nicht glaube. Die meisten Menschen werden auch in Zukunft keinen Platz für eine Photovoltaikanlage, ein Windrad oder einen Staudamm haben. Der Zugang zu Energieversorgung und Warmwasser wird also auch in 30Jahren noch für gute Geschäfte sorgen. Und das die Preise durch massenhafte private Anlagen nicht ins Bodenlose rutschen wird ja schon jetzt verhindert in dem die Regierung mehr und mehr Energiegroßprojekte fördert, wie Offshore-Windanlagen, welche nur durch Großkonzerne betreibbar sind sich sehr leicht vom Markt trennen lassen um das Angebot zu regulieren. Nach einer kritischen Publikumsfrage die ihm naiven Wachstumsglauben unterstellte machte Wenzel noch mal klar, dass er als wichtigstes Thema die Entkoppelung von Wachstum und Umweltverbrauch sieht. Steigendes Wachstum, das heute noch massiv auf dem Ausbeuten der Umwelt basiert, muss das zukünftig immer weniger tun. Eine Umkehrung des Trends ist notwendig. Wachstum ja, aber nur mit weniger Umweltzerstörung.

Anschließend reflektierten die Projektakteure ihre Aktionen aus den zahlreichen Zukunftsstadt-Veranstaltungen. Ein grober Trend unter den Dresdnerinnen und Dresdnern die an Projekten teilgenommen haben, wurde so formuliert, dass ihre Utopie eine Art Bürgerschaftsrat sein könnte und ihre Dystopie ist, dass Dresden keinen Plan hat. Eine bestimmte Aktion kam wohl sehr gut an, die auch im späteren Verlauf des Tages immmer wieder Erwähnung fand und als anschauliches Beispiel dienen konnte. Dabei wurden die Bürger während der Fahrt in der Tram befragt und sollten Blitzartig in kurzer Zeit ihre Vision von Dresden in 2030 verschlagworten. Die ausgesagten Begriffe wiederum wurden per PostIts an die Scheibe der Tram geklebt, so das spätere Fahrgäste diese aufnehmen und weiterentwickeln konnten.

Wärend einem der Vorträge fiel ein Begriff, der mich zum Nachgrübeln anregte. Es war „Stadt der nachhaltigen Kooperation“. Ich fand den Begriff schön, da er in mir ein Bild auslöste von einem positiven Dresden in Zukunft. In der Folge wurde auch der Begriff – Städtische Identität für besseres Zusammenleben – formuliert. Das sind natürlich sehr abstrakte Bilder unter denen jeder Mensch etwas anderes versteht. Aber sie lösten Denkprozesse bei mir aus, aus denen ich ein paar Ideen mitnehme.

So benötigt Dresden für diese Videon zum Beispiel eine Anpassung der Kommunikationsrichtung vom Bürger in die Stadt. Hier für muss mMn. eine große ernst genommene Stelle in der Stadt geschaffen werden, die sich ausschließlich mit dem Rückkanal, also vom Bürger in die Stadt, beschäftigt. Was natürlich auch die Kommunikation zurück an die Bürger beinhaltet. Es reicht einfach nicht irgendwelche Plattformen aufzusetzen und Firmen für nette Beteiligungstools zu bezahlen. Die Bürgerstimmen müssen auch gehört, verarbeitet und in konsumierbarer Form für Regierung und Verwaltung aufbereitet werden. Diese Stelle würde im Idealfall ebenso eine wissenschaftliche Begleitung haben, welche den individuellen „fingerprint“ der Dresdner Kommunikation ständig ermittelt und weiterentwickelt. Diese Stelle würde nicht einfach blind Informationen raus reichen oder empfangen, sondern sie würde die bereits aktiven Kräfte der Stadt als Multiplikatoren nutzen. Auf deren Netzwerken aufbauen, sie verknüpfen und auf Basis deren Verankerung in der Bürgerschaft den Rückkanal ständig vergrößern und verbessern. Diese Stelle würde ebenso ständig neue Konzepte der Kommunikation versuchen (lassen) und deren Erfolg messen. Die Stelle würde auch permanent den Erfolg ihres Handelns prüfen und dokumentieren um den ganz spezifischen und individuellen Dialog mit Dresden zu ermitteln und diesem gerecht zu werden.

Vielleicht gäbe es mal lokale Ansprechpartner für Veränderung in den Quartieren, vielleicht crowdsourcing apps, vielleicht alles zusammen und viel mehr.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Scheitern. Deutschland hat ein Problem mit dem Scheitern. Aber das lässt sich ändern. Ganz Konkret: Ich glaube, dass es eine reine Kommunikationsfrage ist da mal den Anfang zu machen. Was wäre, wenn Dresden, unser verkrustetes, residenziales, provinzielles Dresden, die Stadt der Experimente würde? Was wenn ein Bürgermeister sich hinstellt und sagt, neue Dinge ausprobieren ist in Dresden möglich. Fehler machen ist OK. Nur so kann etwas gelernt werden. Entscheidend ist, wie mit Fehlentscheidungen und Niederlagen umgegangen wird. Darüber zu sprechen damit alle davon lernen können. Und was, wenn diese Kommunikation bis nach unten gelebt wird. Wenn es OK wird seine Fehler zu zugeben und sich dann den Verbesserungsprozessen hinzuwenden? Was wenn die Stadt ganz konkret Raum anbietet in dem sich versucht werden kann? Was wenn Kinder/Schüler über eine Million Euro des Haushaltes aktiv bestimmen könnten. Uneingeschränkt. Was wenn die Stadt ihre Flächen zur offenen kreativen Nutzung frei gibt. Ausdruck ist Kommunikation. Zerstörung ist Ausdruck für fehlgeleitete Kommunikation. Jeder Mensch will etwas schaffen und verändern. Es gibt unglaublich viel Energie in der Stadt, diese kann genutzt werden.

Der letzte Punkt meiner Überlegungen an diesem Tag fällt in den Bereich der Stadtplanung, die Stadt sollte im Wohnbereich weniger auf große Bauvorhaben riesiger Investitonskonglomerate aufspringen. Diese klatschen riesige Personenvereinzelungsräume in die Stadt, was zu immer mehr Entfremdung der Menschen führt. Dagegen sollten mehr Flächen dem neuen Lebenswunsch der Menschen angepasst werden, die sich wieder mehr in Richtung Mehrgenerationen-wohnen wünschen. Eine lebendige Stadt braucht Räume für soziale Interaktion. Es kann nicht nur die beiden Extremformen Privatraum und öffentlicher Raum geben. Es muss in jedem Quartier auch Infrastruktur für soziale Interaktion untereinander und mit direktem Bezug zur Politik geben. Die Menschen fühlen sich entfremdet zur der Politik, weil diese nicht räumlich und nicht sozial für sie erreichbar ist.

Kleine link Sektion. Folgende Projekte wurden mir während der Veranstaltung zugespielt. Meinungen dazu sind in den Kommentaren gern gesehen.

  • http://www.buergerschaffenwissen.de – Die Plattform Bürger schaffen Wissen ist ein gemeinsames Projekt von Wissenschaft im Dialog gGmbH und dem Museum für Naturkunde Berlin – Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung.
  • http://www.umweltwiki-sachsen.de – Versucht die Geschichte der Umweltveränderungen zu bewahren. Hier sollen Fakten und Erinnerungen an „früher“ von Bürgern eingetragen werden um späteren Generationen klar zu machen, wie das hier früher mal so war.
  • https://buergerbeteiligung.sachsen.de – soll wohl eine Art Beteiligungsplattform des Landes sein.
  • http://pro-verdura.info – Ein Ein-Frau-Projekt das Dir helfen möchte Deine Spenden für Nachhaltigkeit und gegen Klimawandel sinnvoll anzulegen

Politik ist nicht was „die da oben machen“, Politik ist das was alles in unserem Leben bestimmt. Es gibt keinen Bereich im Leben, der nicht politisch ist. Selbst das kaputt treten eines Grünanlagenzauns ist politisch, da es politische Reaktionen bewirkt. Wir alle, jeder von uns, kann die Stadt selber bauen. Das Werkzeug dazu ist Politik.

Zweites Leben für alten Snowboardstuff

Ich war grade ein bisschen entäuscht, von dem Artikel in Snowboarder MBM der angeblich so tolle Ideen für alte Schneebretter versprach, aber nur Schrott lieferte (ausser dem kitten beanie sack natürlich). Also hab ich mich mal ganze 5min bei Pinterest herumgetrieben um geilere Ideen zu finden. Und davon waren  drei Minuten allein die Anmeldung und einen Rant an Pinterest schreiben, warum ihre Kontoreaktivierung mit Facebook-login so broken ist.

Ok, hier also meine picks von Pinterest, die Dir zeigen was Du mit Deinem altem Snowboard stuff für die Raumgestaltung tun kannst:

Wandhaken

Lampenhalter / coolere Deckenhalter / backlight illumination

 

Weinregal 1 / Weinregal 2 / Weinhalter

 

Zeitungshalter

Stühle 1 / Stühle 2

(Kinder-)Schaukel

Duschregal

Wandregal reversed / richtig cooles Regal

Blumenhänger (ja, es ist ein Skatboard, ich weiß))

Treppe (yo, Skate)

ne schöne Bank

Bilderrahmen

Naja klar und natürlich um die pines of beer von den Tische auf der Alm abzuräumen

Ich hab auch gleich mal eine Pinterest-Liste angefangen mit dem Zeug, da sind auch noch ein paar mehr Snowboard-Ideen drin, die es nicht in diesen Blogpost geschafft haben.

old snowboard stuff diy

Servus

Wer hat den größten Trecker

Dieses Schwachsinnige, wer hat den größten Trecker, halte ich nicht für zielführend. Ganz nach dem Sinnspruch von Michael Braungart, perfektionieren wir nur das Falsche statt die Probleme zu lösen.

Eine Antwort auf die Messe: Agritechnica 2015: Hightech in der Landwirtschaft

Dieses Schwachsinnige, wer hat den größten Trecker, halte ich nicht für zielführend. Ganz nach dem Sinnspruch von Michael Braungart, perfektionieren wir nur das Falsche statt die Probleme zu lösen. Die Agra-Industrie möchte die Welt ernähren, aber langfristig kann sie schnell zum Grund ihres Unterganges werden. Denn das für den maschinellen Betrieb notwendige streamlining des Produktzyklusses und der Monokultivierung der Produkte bringt vielleicht einfach zu prozessierende Produkte hervor. Diese haben aber extreme Anfälligkeiten und begünstigen damit damatische Ausfälle. Noch ist das, wo es jetzt schon auftritt zu kompensieren und nur für wenige auf der Welt sichtbar. Denn noch sind die meisten Menschen der Welt in winzigen Agrabetrieben tätig. Diese haben den großen Vorteil der Diversität, sie sind gegen Missernten und Naturphänomene deutlich resilienter als die Großindustrien.

Ich will nicht die technische Entwicklung nicht verschreien, ich bin schließlich auch Nerd und zu faul selber aufs Feld zu rennen. Aber die aktuelle Entwicklung nach der immer mehr Land, Anbauflächen und Produkte von immer weniger Menschen gesteuert werden sieht eher nach einer instabilen als resilienten und nachhaltigen Entwicklung aus.

Ich kann sehr den Film: 10 Milliarden – Wie werden wir alle satt? empfehlen. Dieser klagt nicht an und gibt auch keine schlauen Ratschläge. Die Schlussfolgerung ist dem Zuschauer überlassen. Weniger selbst überlassen und mehr straight forward ist da die Sendung: Forschergeist: cradle to cradle die sehr gut in den Kontext passt.“

via channel811

„Vegan – von Menschen und anderen Tieren“

vagan shoes
vagan shoes
Diese Woche kommen ein paar Dokus im öffentlich rechtlichen Fernsehen zum Thema:

Dokumentation „Vegan – von Menschen und anderen Tieren“
http://www.3sat.de/page/?source=/sfdrs/180471/index.html
(https://www.youtube.com/watch?v=WJ0slTeA_6g)

Davor kam der Film: Schweine für den Müll:
http://www.3sat.de/page/?source=/ard/sendung/174367/index.html
(https://www.youtube.com/watch?v=3-la4_JzeZc)

Finde ich gut und wichtig.

Galaxy S3 i9300 Scheiben-Reparatur

Der erste Tag das Jahres 2015, began gleich mit einer Reparatur, die auch noch erfolgreich endete. Das Glück hab ich ja nicht so oft. 🙂 Darum kann ich jetzt davon berichten.

Nach einem Sturz aus der Jackentasche, landete mein Smartphone fast plan auf den Pflastersteinen, auf den sich noch Rollsplitt vom ersten Schneeeinfall befand. Dabei zerbröselte die Scheibe in viele kleine Scherben. Erstaunlicherweise blieb aber das Display im Inneren noch heil und auch die Touchfunktion war überhaupt nicht beeinflusst von dem Schaden. ICh bestellte auch gleich mehrere Ersatzscheiben, Werkzeug und benötigte Klebelemente. Alles zusammen dürfte unter 25€ gewesen sein.  Ich hab mir dann einige Tutorials mehrfach angeschaut und die Schritte im Kopf an meinem Telefon geplant. Ich fande diesen Typen ganz hilfreich: https://www.youtube.com/watch?v=icxls5923O8 (Achtung alle 3 Videos anschauen für beste Ergebnisse!)

Im Grunde bin ich genau so vorgegangen wie beschrieben. Ausser, das ich wegen der vielen kleinen Teile bei mir mit einer Rasierklinge vorgegangen bin, die ich unter Zuhilfenahme des Rakels und reichlich heißer Fön-Luft unter die Scherben schob. Die Hohe Rate an  Beschwerden unter solchen Videos zeigt, das sehr oft die Display dabei kaputt gehen. Also seid extrem vorsichtig und mit sehr viel Fingerspitzengefühl unterwegs!

Im Video wird im Grunde alles gut erklärt, darum hier nur noch meine Bilder dazu.

Galaxy S3 Reparatur
Galaxy S3 Reparatur

SAMSUNG CSC

SAMSUNG CSC

SAMSUNG CSC

SAMSUNG CSC

SAMSUNG CSC

SAMSUNG CSC

Tadaa!! Fertig. Und bis auf kleine Probleme am Anfang funktioniert es jetzt fast wieder perfekt. Ab un zu friert es ein, wenn das Display zu fest gedrückt wird. Dann muss es kurz am On/Off-Schalter aus und wieder angeschalten werden. Das lässt sich wohl mit LOCA UV Kleber lösen. Mal sehen ob ich das auch noch mal versuche.

Kleiner Hinweis noch. Ich hab scheinbar eine Plaste Scheibe bekommen. Wenn möglich solltest Du versuchen eine echte Glassscheibe zu bekommen. Denn diese scheint mir etwas matter und dunkler zu sein, als das Original-Glass.

EU Wahl 2014 – Die Parteien zum Tierschutz

CDU

Quelle: 23.05.2014

http://www.cdu.de/europa2014

Wirtschaft

Gegen Lebensmittelbetrug will die CDU die Einfuhrkontrollen an den Außengrenzen der Europäischen Union verstärken. Sie möchte hohe Standards und eine hohe Kontrolldichte, die Rückverfolgbarkeit in der Lebensmittelkette sowie ein Frühwarnsystem. Verbraucher sollen nicht nur wissen, welche Inhaltsstoffe und wie viele Kalorien ein Lebensmittel enthält, sondern auch wie es hergestellt wurde. Deshalb setzt sich die CDU für eine verlässliche Tierwohlkennzeichnung und für eine verpflichtende Kennzeichnung für Produkte ein.

SPD

Quelle: 23.05.2014
http://www.spd.de/aktuelles/europawahl2014/118712/europa_wahlprogramm.html

Umweltpolitik:

Wir treten für eine ambitionierte Umwelt- und Energiepolitik der EU ein,

die Klima-, Umwelt- und Naturschutz, wirtschaftliches Wachstum und Beschäftigung nicht als Gegensätze begreift. Wir wollen, dass Europa Vorreiter für ein neues Bündnis von Umwelt, Wirtschaft und Arbeit ist. Wir wollen verbindliche, ehrgeizige Ziele für den Ausbau der erneuerbaren Energien und die Steigerung der Energieeffizienz in Europa. Um diese zu erreichen, müssen die Mitgliedsstaaten Handlungsfreiheit für die Förderung erneuerbarer Energien behalten. Wir wollen das erfolgreiche Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fortsetzen und weiterentwickeln. Dies muss entsprechend in den Leitlinien der EU aufgenommen werden. Wir setzen uns auch für eine Reaktivierung des Emissionshandels ein und befürworten eine verbindliche Zielsetzung der EU bis 2030 zur Reduktion der Treibhausgasemissionen von 40 Prozent.

Die Piraten

Quelle: 23.05.2014

https://www.piratenpartei.de/grenzenlos-europa/eu-wahlprogramm-2014/#Landwirtschaft_und_Fischerei

Landwirtschaft und Fischerei

Agrarsubventionen

Wir PIRATEN setzen uns dafür ein, dass künftig keine öffentlichen Gelder in Form von Agrarsubventionen ohne Gegenleistung in den Bereichen Klima, Umwelt, Natur sowie Tier- und Artenschutz vergeben werden.
Dazu bedarf es einer laufenden Neubewertung dieser Leistungen im Hinblick auf ihren Nutzen für die Gesellschaft. Langfristiges Ziel ist ein Abbau der Agrarsubventionen. Um die landwirtschaftlichen Betriebe vor den Folgen des plötzlichen Wegfalls der Subventionen zu schützen, sollen diese in der Übergangsphase degressiv ausgerichtet und ab einer zu bestimmenden einzelbetrieblichen Auszahlungshöhe gekappt werden.

Schutz natürlicher Ressourcen

Wir bekennen uns zu einer Landwirtschaft, die langfristig die natürlichen Ressourcen schont.
Saatgut, ob gentechnisch oder konventionell resistent gegen Pflanzenschutzmittel gezüchtet, kann durch Auskreuzung in bestehende Ökosysteme eine besondere Gefährdung der Umwelt darstellen. Resistent gezüchtete Pflanzen funktionieren in der Landwirtschaft nur durch den gleichzeitigen Einsatz von speziell darauf abgestimmten Pflanzenschutzmitteln. Hierdurch wird die Landwirtschaft gezwungen, spezifische Mittel bestimmter Hersteller zum Einsatz zu bringen. Dieser Produktionszwang führt die Landwirtschaft in die direkte Abhängigkeit von den Rechteinhabern an Saatgut und Pflanzenschutzmitteln. Eine Kombination von Saatgut mit Pflanzenschutzmitteln und deren Schutz durch Patente lehnen wir ab.

Die Linke

Quelle: 23.05.2014
http://www.die-linke.de/wahlen/europawahlen-2014/europawahlprogramm/langfassung/

1.3.2 Ändern, was wir wie produzieren: Konversion und sozial-ökologischer Umbau

[Auszug]

Eine verantwortungsvolle Land- und Forstwirtschaftspolitik

■ DIE LINKE will die Gemeinsame Agrarpolitik und die Strukturfonds so zu Politikinstrumenten umbauen, dass soziale und ökologische Standards in der ganzen EU umgesetzt werden.

■ Wir setzen uns für eine Agrarpolitik ein, die auf eine deutliche Erhöhung des Anteils regional erzeugter und verbrauchter Produkte gerichtet ist.

■ Gentechnik in der Landwirtschaft und Patente auf Pflanzen, Tiere und anderes Leben lehnen wir ab. Wir fordern, dass das uneingeschränkte Recht auf freien Nachbau des Saatgutes wiederhergestellt wird. Die Macht transnationaler Konzerne wie Monsanto muss gebrochen werden. Wir setzen uns für eine tier-, standort- und umweltgerechte bodengebundene Nutztierhaltung in allen Landbewirtschaftungssystemen ein.

■ Wir wollen faire internationale Handelsbeziehungen für nachhaltig produzierte Agrarprodukte und Rohstoffe.

■ Der Verkauf bzw. die Überlassung großer Landflächen an wenige Konzerne zerstört die Lebensgrundlagen der einheimischen Bevölkerung und führt zu Hunger, Vertreibung und Flucht. DIE LINKE fordert, dass Landgrabbing weltweit verboten und geächtet wird!

■ Futtermittelimporte in die EU sollen reduziert werden. Regionale Kreisläufe in der Landwirtschaft wollen wir fördern.

■ Wir setzen uns für eine gemeinsame Waldpolitik zum Schutz und zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Waldressourcen als Teil der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und für eine stärkere Bekämpfung des illegalen Holzhandels ein. Waldarme europäische Länder sollen verstärkt aufgeforstet werden.

Mindestlöhne in allen Mitgliedstaaten, Sozialversicherungspflicht für Angestellte, mitarbeitende Familienangehörige und Saisonarbeitskräfte, Ausbildung und Beschäftigung für Menschen mit Behinderungen sowie die Anrechnung der Arbeitskosten bei Großbetrieben sollen überprüfbare Voraussetzungen für die Zahlung von Prämien aus dem Agrar-Etat der EU werden.

Eine schonende Fischereipolitik und ein nachhaltiger Schutz der Meere

Die Probleme der Fischerei sind ökologisch, sozial und wirtschaftlich. Die Gemeinsame Fischereipolitik (GFP)muss so ausgerichtet werden, dass nicht mehr Fisch gefangen wird, als nachwachsen kann.

■ Millionen-Subventionen für die industrielle Fischerei vor den Küsten Afrikas und Abkaufgeschäfte von Fischereirechten entziehen vielen Menschen die Nahrungsgrundlage. DIE LINKE will die Fischereipolitik der EU neu ausrichten: Entwicklungsprojekte, die die einheimische Fischerei in Afrika für den lokalen Bedarf fördern, müssen unterstützt werden.

■ Wir streiten für die Einrichtung großflächiger Meeresschutzgebiete, in denen Ressourcenentnahme ausgeschlossen ist.

■ Die Belastung der Meere durch Müllentsorgung, Stoffe aus der Landwirtschaft und der Industrie muss drastisch gemindert werden.

■ Um die Überfischung zu stoppen, setzt sich DIE LINKE für das Verbot der Grundschleppnetzfischerei, die Minderung des Beifangs und ein Rückwurf-Verbot ein. Die EU muss durch verbindliche Standards und harte Sanktionen den Schutz der Meeresbiotope durchsetzen. Klein- und Kleinstbetriebe sollen dabei unterstützt werden.

■ Fischereisubventionen müssen an ressourcen- und umweltschonende Fangmethoden bei gleichzeitiger Absicherung der sozialen Belange der Fischereibeschäftigten gekoppelt werden. Die EU-Fischfangflotte muss verkleinert werden. Die notwendigen Fangreduzierungen dürfen nicht auf Kosten der in der Fischerei Beschäftigten gehen.

■ Die Immissionsschutzbestimmungen für Wasserfahrzeuge müssen verschärft werden. Bei der technischen Umstellung ist eine Unterstützung der traditionellen Familienbetriebe der Fischerei erforderlich.

Erhaltung und Förderung der Artenvielfalt und Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen

Wir wollen die biologische Vielfalt schützen und die Vielfalt an Kulturpflanzen und Nutztierrassen erhalten. Das Schutzgebietsnetz »Natura 2000« muss auf dem Land und im Meer ausgeweitet werden.

■ Wir setzen uns für den Erlass einer umfassenden EU-Verordnung ein, um so den Schutz der Bodenfunktionen zu gewährleisten.

■ Wir streiten für eine konsequente Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie. Nicht das Einbetonieren von Gewässern, sondern Auenschutz und Renaturierung schaffen lebendige Flüsse, einen umfassenden Hochwasserschutz und gesundes Grundwasser. Schad- und Nährstoffeinträge müssen minimiert werden. Salzeinleitungen aus Industrieunternehmen und Abraumhalden sind zu untersagen.

Ein wirksamer Tierschutz

Die Initiativen zum Tierschutz in der EU reichen nicht aus: Noch immer gibt es Tierversuche (10,7 Millionen auf EU-Ebene, 2,1 Millionen in Deutschland) und nicht tiergerechte Haltung. Importe von Produkten aus tierquälerischer Haltung oder von aus der Natur entnommenen Wildtieren dauern an. Ausschlaggebend dafür sind wirtschaftliche Interessen: Hühner in Käfigbatterien sind billiger als Hühner in Freilandhaltung, wilde Graupapageien sind billiger als gezüchtete Tiere, und Meeressäuger in Delfinarien versprechen kräftige Gewinne für die Betreiber. Die tatsächlichen Schäden an Natur und Umwelt sind in keiner Rechnung aufgelistet.

■ DIE LINKE setzt sich für verbindliche Tierschutzvorschriften auf EU-Ebene ein.

■ Wir fordern ein grundsätzliches Verbot von Tierversuchen. Stattdessen müssen Alternativen erforscht und gefördert werden. Wir fordern tiergerechte und ethisch vertretbare Haltungs- und Transportbedingungen für Nutztiere und die Stärkung regionaler Vermarktungskreisläufe. Die industrielle Tierhaltung muss durch umwelt- und ressourcenschonende Haltungsformen ersetzt werden.

■ DIE LINKE setzt sich für ein EU-weites Tierschutzsiegel sowie eine einheitliche Kennzeichnung von veganen und vegetarischen Lebensmitteln im Einzelhandel ein. Tierschutzverbände sollen in der EU ein Verbandsklagerecht erhalten.

 

 

Die Grünen

Quelle: 23.05.2014

http://www.gruene.de/themen/europa/europawahlprogramm-2014.html

Den Tierschutz in Europa stärken

2009 hat die EU den Tierschutz als Wert in den europäischen
Verträgen verankert. Das ist ein Meilenstein für den Tierschutz;
er muss sich aber auch in der Gesetzgebung der Union wieder
finden.
Für alle Tiere in der Landwirtschaft muss es anspruchsvolle und
verbindliche Haltungsvorschriften geben, die sich am Tierwohl
orientieren und eine artgemäße Haltung sicherstellen. Wir wollen
eine Anpassung der Ställe an die Bedürfnisse der Tiere und keine
Anpassung der Tiere an den Stall. Wir wollen die Voraussetzungen

schaffen, dass Stallanlagen EU-weit nur noch mit wirksamer
Abluftfilterung genehmigt werden. Käfighaltung und Qualzuchten
müssen europaweit beendet werden. Das Klonen von Nutztieren
lehnen wir aus ethischen und tierschutzrechtlichen Gründen ab,
genauso wie den Import und die Vermarktung der Produkte dieser
Tiere und ihrer Nachkommen.
Die Schlachtung muss schmerzfrei ausgeführt werden. In der
EU-Schlachtverordnung ist festzulegen, dass betäubungslose
Schlachtungen nur dann behördlich genehmigt werden dürfen,
wenn nachgewiesen werden kann, dass den Tieren im Vergleich
zu einem Schlachten mit vorheriger Betäubung keine unnötigen
Schmerzen oder Leiden entstehen.
Tiertransporte sollen so kurz wie möglich sein. Wir setzen uns
dafür ein, dass wieder ein Netz kleiner, regionaler Schlachtstätten
entsteht, um unnötige Transportzeiten zu vermeiden und regionale
Vermarktungsstrukturen zu stärken. Die Transportzeit für
grenzüberschreitende Transporte ist auf acht Stunden zu begrenzen.
Wir GRÜNE wollen eine klare Kennzeichnung von Produkten mit
tierischen Inhaltsstoffen, ihrer Herkunft und der Haltungsform,
um bewusste Kaufentscheidungen zu ermöglichen.
Wir setzen uns europaweit für ein Ende der Tötung streunender
Hunde und Katzen ein und fordern für die betroffenen Länder
tierschutzgerechte Alternativen. Dazu wollen wir die öffentliche
und private Geburtenkontrolle ohne Tötung von Tieren stärken,
Tiervermittlung fördern und die artgerechte Haltung von Hunden
und Katzen erreichen, die in öffentlichen oder privaten
Sammeleinrichtungen verwahrt werden.
Wir wollen erreichen, dass Tierversuche durch tierversuchsfreie
Methoden ersetzt werden. Deswegen müssen europäische Mittel
für die Erforschung und Erprobung von Ersatz- und
Ergänzungsmethoden bereitgestellt werden.
Das 2013 in Kraft getretene Verbot
von Tierversuchen für kosmetische Produkte muss konsequent
umgesetzt werden und auf Versuche für Haushalts- und
Reinigungsmittel ausgeweitet werden.
Die EU muss sich stärker für den internationalen Artenschutz
engagieren. Daher wollen wir die Instrumente internationaler
Artenschutzabkommen (z.B. CITES) stärken und zielgerichteter
sowie schneller anwenden.
Für Arten, die selbst in zoologischen Gärten
nicht art- und anspruchsgemäß gehalten werden können, wollen
wir den Import beenden.
Artenschutz sichern, Naturerbe bewahren
Wir wollen auf europäischer Ebene für einen besseren Natur- und
Landschaftsschutz sorgen und treten dafür ein, dass der Verlust
an biologischer Vielfalt und die Verschlechterung der Ökosysteme
in der EU bis 2020 gestoppt werden. Das hat sich die EU zum
Ziel gesetzt und auf Ebene der Vereinten Nationen versprochen.
Damit dieses Ziel erreicht werden kann, müssen wir dafür sorgen,
dass die EU-Biodiversitätsstrategie mit einem konkreten
Umsetzungs- und Aktionsplan versehen wird und ressortübergreifend
zum Tragen kommt. Das bedeutet nicht nur den Abbau
schädlicher Subventionen, sondern auch eine Verankerung der
Biodiversität in der Finanzplanung. Mittel aus der Regionalförderung
müssen ökologische Mindestauflagen beinhalten. Für den
Wirtschaftswald in Europa streben wir eine naturnahe
Bewirtschaftung – mindestens dem FSC-Standard entsprechend – an. Wie die
Biodiversitätsstrategie vorsieht, sollen 5 Prozent des Waldes als
ökologische Vorranggebiete dauerhaft nicht forstwirtschaftlich
genutzt werden. Die EU hat mit Natura 2000 ein hervorragendes
Schutzgebietssystem geschaffen, das es zu erhalten und auszubauen gilt.

Wir setzen uns dafür ein, dass ausgewiesene Natura-2000-Schutzgebiete
ernsthaft geschützt und gepflegt werden. Dafür bedarf es einer
ausreichenden Finanzierung. Allerdings sind noch große
Umsetzungsdefizite in den Mitgliedstaaten zu beheben.
Wir setzen uns in Europa für gemeinsame Regelungen zum
Schutz der Böden ein. Europaweit müssen Böden gegen Erosion,
Verschmutzung und massive Versiegelung geschützt werden. Der
Verlust an Bodenfruchtbarkeit stellt eine immer größere Gefahr für
die Ernährung und die biologische Vielfalt dar. Vorschläge der EU-
Kommission, die sich am deutschen Bodenschutzrecht orientieren
und vom Europäischen Parlament gestützt werden, dürfen von der
deutschen Bundesregierung nicht länger blockiert werden.
Und wir treten dafür ein, dass auf europäischer Ebene unser
gemeinsames Naturerbe besser geschützt wird. Außerdem muss die
EU ihren Beitrag leisten, die Biodiversität weltweit zu erhalten
und ihr internationales Handeln danach auszurichten.
Für besseren Gewässerschutz und nachhaltige Wasser
wirtschaft Wasser ist die Grundlage allen Lebens.
Wir wollen sauberes Wasser,
doch unsere Gewässer sind in einem schlechten Zustand. In
den Meeren schwimmen bald mehr Plastikabfälle als Fische, das
Wasser versauert, wird überdüngt und falsch bewirtschaftet. Das
muss sich ändern! Wir müssen Wasser als Ressource schützen.
Dafür hat Europa sinnvolle Instrumente geschaffen:
die Wasserrahmenrichtlinie, die Nitratrichtlinie und die
Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie.
Doch diese Regeln erfordern eine konsequente
Umsetzung und dabei die angemessene Berücksichtigung von
Naturschutzbelangen. Wir GRÜNE fordern eine schärfere
Kontrolle und konsequente Vertragsverletzungsverfahren gegen
Mitgliedstaaten, die diese europäischen Gesetze ignorieren.
Der gute ökologische und chemische Zustand für Gewässer und
Grundwasser ist schnellstmöglich ohne weitere Fristverlängerungen
herzustellen. Die aus Pestizideinsatz und Überdüngung resultierenden
Emissionen und Belastungen des Trinkwassers müssen reduziert
werden. Der Wasserwirtschaft in der Landwirtschaft beispielsweise
durch den intensiven Bewässerungsanbau in unter Wasserknappheit
leidenden Regionen muss dringend Einhalt geboten werden.
Darüber hinaus wollen wir eine Ausweitung und Vernetzung von
Meeresschutzgebieten in Europa und international. Internationale
Konventionen und auch das europäische Schutzgebietsnetz Natura
2000 sind eine gute Grundlage, dieses Anliegen voranzutreiben.
Ob in der Arktis oder in der Ostsee: Meeresschutzgebiete und
insbesondere fischereifreie Zonen erlauben Rückzugsgebiete für
bedrohte Fischarten und Meerestiere.
Eine nachhaltige Nutzung von Wasser bedeutet auch, die Überfischung
zu beenden. Die neu geschaffenen Verpflichtungen zum
Schutz von Meer und Fischbestand – für die wir uns erfolgreich
eingesetzt haben – muss die EU nun auch einhalten und transparent
machen, damit sie überprüft werden können. Außerdem fordern
wir GRÜNE, dass die EU sich auf eine nachhaltige Fischerei festlegt
und selektive Fangmethoden fördert. Europäische Fangflotten
dürfen nicht weiter die Fischgründe vor den Küsten Afrikas und im
Pazifik ausplündern und damit lokalen FischerInnen die Lebensgrundlage
nehmen, was nach wie vor auch noch mit Steuergeldern
kräftig unterstützt wird. Die EU muss sich zudem stärker gegen
illegalen Fischfang engagieren.

Unsere großen Flüsse sind nicht nur wichtige Wasserwege. Sie
sind, wie ihre Ufer und Auen, auch Erholungsräume für uns Menschen
und wichtiger Lebensraum für bedrohte Tier- und Pflanzenarten.
Deshalb wollen wir eine Schifffahrt, die nachhaltig ist, die
Artenvielfalt ebenso wie unsere Trinkwasservorräte schützt und
die Gebiete für den natürlichen Hochwasserschutz erhält. Jeder
Mensch soll Zugang zu frischem und bezahlbarem Trinkwasser
haben. Den Bestrebungen, öffentliche Wasserversorgung zu privatisieren,
stellen wir uns entgegen.

 

 

 

Hier gibt es noch weitere Zusammenfassung zur EU Wahl unter dem Tierschutz-gesichtspunkt: http://veggy-post.de/europawahl-politik-und-tiere-bieten-parteien

Die „Quotenlüge“ und darüber hinaus

Ein Artikel in der FAZ behauptet

Die große Quoten-Lüge

16.02.2014  ·  Die Mächtigen des Fernsehens behaupten immer wieder, sie machten Programme für die Mehrheit der Menschen im Land. Stimmt aber nicht. Die Mehrheit schaut überhaupt nicht fern.

Interessanter Punkt auch in dem Artikel, dass die Senioren hergenommen werden um die Quote Richtung anspruchsfreies Berieselungsfernsehen zu drücken.

Neben der korrekten Erfassung, was konkrekt geschaut würde, würde mich darüber hinaus auch eine konkrete Analyse der Umschaltimpulse interessieren. Einen nicht unerheblichen Teil der Zeit die ich zB. vor einem TV verbringe, schaue ich garnichts konkretes sondern suche oder flüchte. Doch diese Erhebung personengenau hinzubekommen wird wohl mit einer Messung nicht klappen. Wir werden wohl um den Fernseher oder das Handy das uns genau beobachtet nicht herum kommen.

Mal ganz davon abgesehen, dass man vom TV immer nur etwas vorgesetzt bekommt und das das was man will aber völlig unerheblich ist. Bei den Zuschauern also davon zu reden, dass sie etwas „sehen wollen“ ist also schon mal grundsätzlich falsch. Etwas ertragen, das kleinere Übel wählen, triffts wohl in den häufigeren Fällen eher. Das was ich sehen will, hole ich mir beim Youtube/Vimeo/Mediathek oder anderen Streaming Angeboten. Berichten zufolge soll es auch noch Menschen geben die DVDs oder BluRays kaufen, diese Tätigkeiten würde ich auch noch dem bewusst wollenden Handeln zuordnen. Und diese Zahlen würde ich auch gerne mal über die GfK-Zahlen drüberlegen und schauen wie diese beiden korrelieren.